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Profa inkl. "Fotografin"
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Augenzeugenbericht zu den Vorfällen am 3.10.22

    auf der Demo des ‚linken‘ Bündnisses „Heizung, Brot und Frieden“.

    Von Clara Z.

    Ich bin eine Freie Linke, gehöre also einem informellen Zusammenschluss von politisch links denkenden, aber undogmatischen, mithin freien Menschen an, die seit bald zwei Jahren als Initiative gegen den Corona-Wahnsinn und für die Wiederkehr der menschlichen Vernunft arbeiten.

    Außer mir wollten noch etwa 20 weitere Freie Linke Berlins an der „Friedensdemo“ des sich selbst als „links“ deklarierenden Bündnisses „Heizung, Brot & Frieden“ am 3.10.22 teilnehmen, obwohl wir angesichts des völligen Versagens der „etablierten Linken“ seit bald drei Jahren äußerst skeptisch waren, und obwohl wir den gewalttätigen Übergriff auf eine Genossin durch selbsternannte Ordner aus der sogenannten „Antifa“ bei der Demo dieses angeblich „linken“ Bündnisses vor der Grünen-Zentrale am 5.9.22 noch deutlich vor Augen hatten.

    Dennoch entschlossen wir uns zur Teilnahme am 3.10. auf dem Potsdamer Platz und beugten uns sogar den völlig lächerlichen und begründungslos erfolgenden „Anordnungen“ der Versammlungsordner: Wir ließen unsere Freie-Linke-Fahnen in den Taschen und wir nahmen sogar unsere Freie-Linke-Buttons von der Kleidung ab, als würde es sich dabei um offiziell verbotene Symbole wie Hakenkreuze handeln!

    Auch trugen wir anweisungsgemäß keinerlei Schilder, die irgendwie die Pandemie mitthematisieren und uns nach Auffassung der Ordner (abermals ohne Begründung) als „Verschwörungstheoretiker“ kenntlich machen würden.

    Wir standen einfach nur da und hörten den RednerInnen auf der Bühne zu.

    (Und wir überlegten, ob eine derartige Schikane nicht eigentlich unseren geschlossenen Abzug von dieser pseudolinken Veranstaltung erforderlich machen würde, deren Veranstalter offensichtlich immer noch blindlings den regierungsamtlichen Corona-Narrativen folgen.)

    Doch binnen kurzem (denn: die haben uns auf dem Schirm, es gab sogar schon einmal eine „Fahndungsplakat“-Aktion von denen, bei der sie Privatadressen von Menschen veröffentlichten) sammelte sich hinter uns ein Trupp von „Antifa“-Kindern im üblichen schwarzen-Hoodie-Einheitslook und mit den üblichen schwarzen FFP2-Masken und begann, uns massiv zu bedrängen und völlig sinnfrei zu fordern, dass wir Masken aufsetzen sollten – geduldet von den „Ordnern“ der Veranstaltung, die sich optisch z.T. nur durch ihre Ordner-Binde von diesen „Antifa“-Kindern unterschieden.

    Wir ignorierten das und versuchten weiterhin, den Redebeiträgen zu folgen.

    Daraufhin formierten sich die „Antifa“-Kinder, die ich von nun an nur noch „Profa“ nennen werde, und gingen gezielt einzelne Menschen an, allesamt Seniorinnen, die es wagten, auf ihren Schildern nicht nur Frieden zu fordern, sondern auf den Zusammenhang der aktuellen Situation mit der vorangegangenen plandemischen Verrohung der Menschheit hinzuweisen.

    Die älteren Damen wussten sich aber ihrer Haut zu wehren. Und offenbar wagen es die Profa-Protagonsten bislang noch nicht, Hand an Rentnerinnen zu legen.

    Also rotteten sie sich wieder hinter uns FLern zusammen und begannen erneut, uns zu bedrängen, nunmehr zusammen mit zwei bis vier aggressiven Einpeitschern, die um die 50 Jahre alt waren und sich nicht nur dadurch von diesen Profa-Kindern abhoben. Diese Einpeitscher waren es wohl, die das Kommando ausgaben, sich zu einer Kette in unserem Rücken zu formieren. Und dann begann diese Kette Schwarzvermummter zu skandieren: „Ganz Berlin hasst die Freie Linke“.

    Auch das geschah wieder unter den Augen der Veranstaltungsordner, die nichts gegen diese massiven Störungen unternahmen, im Gegenteil.

    Und es geschah unter fanatischen Aufrufen der Bühnenredner (namentlich Marcus Staigers), die verkündeten, dass sie keine „Rechten“, keine „Rechtsoffenen“ und keine Menschen mit missliebigen Schildern auf der Veranstaltung dulden würden – freilich, ohne die Freien Linken zu erwähnen oder gar zu „Rechten“ zu erklären.[1] Staiger ereiferte sich auf der Bühne immer stärker und brüllte schließlich mit fast sich überschlagender Stimme „Verpisst euch“ ins Mikrofon.

    Damit war dann wohl der Damm gebrochen (die Veranstaltungsordner ließen die Profa ja ohnehin gewähren):

    Wir, etwa 20 Menschen, friedlich und ‚symbollos‘, wurden durch körperliche Gewalt der Profa von dieser Demonstration wortwörtlich verstoßen: Die hatten sich untergehakt und trieben, stießen, schubsten uns vor sich her. Wer sich wehrte, wurde mit Drohungen, Beschimpfungen und Schlägen bedacht.

    Die offiziellen Ordner grinsten währenddessen tatenlos.

    Ich kümmerte mich um eine Genossin, die in Schreckensstarre gefangen war und führte sie aus der direkten Gefahrenzone. Doch sie drehte sich um, sah, wie einer von uns brutal von einem der Linksfaschisten attackiert und gewürgt wurde, und rannte zurück; ich ihr hinterher.

    Da preschte auch schon eine Gruppe von zwei Polizisten mit dem sich wehrenden Angreifer im Polizeigriff direkt an uns vorbei (wir hatten Glück, dass sie uns nicht umrannten).

    Die Profa-Kette hatte sich durch die körperliche Attacke auf einen der Unseren aufgelöst. Doch nun trieben die bereits erwähnten Einpeitscher der Profa zusammen mit dieser die ob der Vorgänge völlig schockierten FLer vor sich her und vom Kundgebungsort weg.

    Da kam, ebenfalls von einem Polizisten unsanft am Arm gehalten, der attackierte Genosse aus der Menge: Er war offensichtlich verhaftet worden. Ich lief an seine Seite und versuchte, ihn, der seinen Tretroller samt Rucksack mit sich führte und von dem zerrenden Polizisten fast zu Fall gebracht wurde, zu stützen. Den Polizisten wies ich darauf hin, dass er den falschen Mann festnehme, denn hier handele es sich um das Opfer des brutalen Angriffs. Doch der Beamte brüllte mich an, dass er das erst einmal klären müsse. Vor den neben dem Potsdamer Platz geparkten drei oder vier Wannen, zu denen wir liefen, baute sich dann vor mir ein hünenhafter weiterer Polizist auf, der mir befahl, stehen zu bleiben, und mich von meinem Genossen trennte. Ich erklärte, dass ich Zeugin sei. Der Polizist herrschte mich an, dass ich das später anzugeben hätte und zurück zum Potsdamer Platz gehen solle. „Sie treiben mich also zurück zu denen, die uns angegriffen haben?! Das ist doch nicht Ihr Ernst?!“, fragte ich. Doch tatsächlich: Nun begann eine Kette der schwarzen Polizeisoldateska, uns (mittlerweile waren noch weitere von der Demo Vertriebene hinzu gekommen) wieder in Richtung Profa auf dem Potsdamer Platz zu drängen. Ich wiederholte laut, dass sie uns zu denen treiben würden, die uns angegriffen hatten. Da sagte ein Polizist, dass wir auch auf der Straße warten könnten. Der verhaftete Genosse war indessen losgelassen worden und konnte den Sachverhalt aufklären, schließlich erstattete er gegen seinen feigen Angreifer Anzeige wegen Körperverletzung.

    Die Profa hatte uns währenddessen stets im Visier: Sie hatte sich am Rand des Potsdamer Platzes gruppiert, offenbar um zu verhindern, dass wir uns wieder der Demo, die sich nun in Bewegung gesetzt hatte, anschließen würden.

    Da ich Vereinzelte von uns noch auf dem Platz im ruhigen Gespräch mit Demonstranten sah, ging ich dorthin und erlebte einen sehr freundlichen Dialog mit friedlichen Demonstrantinnen, die ebenfalls völlig schockiert von unserer gewaltsamen Vertreibung waren und sich weigerten, an einer solchen pseudolinken Veranstaltung noch weiter teilzunehmen. Sie gingen nach Hause, wir zurück zu unserer zitternden Gruppe, um auf den Genossen bei der Polizei zu warten.

    Während die Anspannung langsam von mir abfiel, merkte ich, wie auch mir die Knie zitterten. Als mir bewusst wurde, welche Ungeheuerlichkeit im Berlin des Jahres 2022 ich gerade erlebt hatte, welcher primitiven Gewalt wir gerade ausgesetzt gewesen waren, welcher brutalen Ausgrenzung wir gerade unterworfen worden waren und welcher linksfaschistische Fanatismus soeben die Oberhand gewonnen hatte, musste ich die aufsteigenden Tränen unterdrücken.

    Es gelang nicht wirklich.

    Anmerkung der Redaktion: Die Freie Linke Berlin hat hier eine Pressemitteilung zu den Vorgängen veröffentlicht.

    Anmerkung der Redaktion: Hier gibt es einen Kommentar zu den Vorfällen auf der Webseite der „Magazinredaktion“.


    [1] Leider stimmt das nicht. Wie ich später erfuhr – und es ist in einem Video dokumentiert – ruft Staiger von der Bühne, während die Profa uns brutalst bedrängt: „Wir haben gesagt, als Organisation wollen wir nicht, dass die Freie Linke dabei ist.“ Mich macht das auch jetzt, im Nachhinein, noch sprachlos, dass die „Organisation“ dieser Kundgebung im Vorfeld und nach den Vorfällen am 5.9.22 vor der Grünen-Zentrale die Freie Linke ausschließt. Wir wurden an unserem Sammelpunkt vor Beginn der Kundgebung von deren Ordnern abgefangen, die uns vorflöteten, dass wir als „Privatpersonen“ gern an der Demo teilnehmen „dürften“, aber gefälligst auf alle FL-Fahnen etc. verzichten müssten – und wir beugen uns diesem Wahnsinn!!! Um dann von diesem linksfaschistischen Mob unserer Bürgerrechte als Demonstrationsteilnehmer beraubt, körperlich angegriffen und völlig entmenscht zu werden. Wo leben wir?!

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