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Neulich, als mein Implantat versagte

    Von Corinna Laude.

    Wenn ich aus dem Haus gehe, was selten vorkommt, weil ich mit meinen Implantaten nicht hauszuhalten weiß, dann habe ich FFP2 hoch zwei, also vierfach auf, doppelt Gummihandschuhe an und Sagrotanspray nicht nur bei mir, sondern in beiden Händen vor mir, jederzeit sprühbereit. Außerdem schnalle ich mir den Rollator an die Hüfte, denn seit dem 3. fünffachen Booster ist mein linkes Bein dabei, sich in eine dieser Athleten-Prothesen zu verwandeln, die wie metallene Kuchenschaber unter Hochdruck aussehen, aber irgendwie stockt der Prozess. Und natürlich führe ich auf dem Rollator meine Sauerstoffflasche mit mir, da ich seit der 24. Corona-Infektion und den 6,5 Monaten ECMO fast keine Lunge mehr habe, aber das ist ja gut so: Raus mit dem verseuchten Körperzeuchs!

    Neulich aber, da ging ich dennoch aus dem Haus, denn die Tagesschau hatte gesagt, dass die Sonne einmal keine Gefahr darstelle, dass die Impfekdenz die Demenz unterschritten habe, und dass wir jetzt mal alle für eine Viertelstunde, aber auch wirklich nur für exakt 15 Minuten, vor die Tür gehen dürften. Die Tagesschau hat dringlich gemahnt, währenddessen kein Häufchen zu machen. (Da fällt mir der Terrier meiner Nachbarin ein: Er hieß Rookie. Sie gab mir ein Stück vom Braten ab. Das ist nun auch schon wieder bestimmt drei Monate her. – Und da ich grad dabei bin: Weiterhin kein Mehl, kein Öl, kein bezahlbares Brot. Ich lebe, wie alle, vom Überlebenswillen, schmeckt scheußlich!)

    Und wie ich da neulich, ist schon wieder ein paar Tage her, so aus dem Haus ging auf Anraten der Tagesschau (die seither wieder davon abrät), da kam mir in den Sinn, eins der Supermarkt-Denkmäler zu besuchen. Gedacht, getan. Die dreihundert Meter bewältigte ich trotz meiner prolongierten Beinmetamorphose mit Rollator in 35 Minuten – und ich war super stolz auf mich!

    Und dann das:

    Wir alle kennen ja diese Momente: Wir stehen vor den Denkmälern. Und es ergreift uns. Und manchmal so sehr, dass wir um Eintritt ersuchen. Und dann sind wir drin und fragen uns: Waren dort nicht immer die Eier und stand nicht da das Mehl und war nicht hier das Sonnenblumenöl? An den Kassen knien manche von uns nieder, viele legen dort Blumen ab.

    Und genauso ging es mir, als ich da neulich auf Anraten der Tagesschau aus dem Haus gegangen und zu meinem Discounter-Denkmal gelangt war: Ich wollte da jetzt rein. Ich wollte da jetzt niederknien.

    Hielt mein Handgelenk an den Scanner. – Rot.

    Hielt meine rechte Mittelfingerkuppe an den Scanner. – Rot.

    Hielt meine Stirn an den Scanner. – Rot.

    Hielt mein linkes Ohrläppchen an den Scanner. – Rot.

    Hielt meinen Chip vom künstlichen Darmausgang (nach Spritze 18 angelegt – und so eine Lebenserleichterung!) an den Scanner. – Rot.

    No access!

    Für mich! Keins meiner nun seit dreieinhalb Jahren gesammelten Impf-Implantate öffnete mir die Tür zu meiner Discountergedenkstätte, kein einziges. Das ist alles meine Schuld! Mein Versagen! Ich ende für heute ob dessen in Sprachlosigkeit.

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